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    Abmahnung vermeiden – Abmahngründe kennen

    Abmahnung vermeiden – Abmahngründe kennen

    Abmahnung vermeiden – Abmahngründe kennen 25.04.2019

    Abmahnung vermeiden – Abmahngründe kennen

    In Zeiten der DSGVO ist es auffällig, dass sich auch die Zahl der Abmahnungen gegen die Onlineshops erhöht hat. Dabei ist es leicht für die Händler diese Abmahnungen zu vermeiden. Hierfür müssen nur die Gründe bekannt sein, warum Abmahnungen erteilt werden.



    Kleine Unachtsamkeit – großer Schaden

    Abmahnungen sind nicht nur mit einem Arbeitsaufwand verbunden, sondern bedeuten auch, dass vielen Händlern eine empfindliche Geldstrafe ins Haus steht. Diese kann zwar nach den Umsätzen bemessen werden, bedeutet aber auch häufig, dass in diesem Geschäftsjahr Verluste erwirtschaftet werden. In seltenen Fällen kann auch die Sperrung eines Shops die Folge sein, wenn der Abmahnung nicht nachgegangen wird.

     

    Geoblocking

    Mit der neuen Verordnung, die 2018 in Kraft trat, ist es Nutzern eines Onlineshops erlaubt innerhalb der europäischen Union problemlos auch Länder übergreifend zu bestellen. Sofern es sich nicht um Produkte handelt, die das Recht eines bestimmten Landes verletzen oder aus rechtlichen Gründen in anderen Ländern angeboten werden dürfen, können Kunden uneingeschränkt auf das Angebot zugreifen. Wenn dies nicht beachtet wird, droht eine Abmahnung.

     

    Registrierung nach Verpackungsgesetz

    Ebenfalls im vergangenen Jahr wurde beschlossen, dass alle Händler dafür Sorge zu tragen haben, dass ihre Verpackungen als Abfall verworfen werden dürfen oder bei Mehrwegverpackungen die Möglichkeit besteht, dass diese Verpackungen auf Kosten des Händlers zurückgenommen werden. Auch die Abholung des angefallenen Verpackungsmülls muss auf Wunsch des Kunden vom Händler ermöglicht werden. Hierfür müssen sich alle Händler registrieren und die Verpackung eindeutig kennzeichnen, ob es sich um Einweg oder Mehrweg handelt. Wird dies nicht beachtet, droht auch hier die Abmahnung.

     

    DSGVO

    Die neuen Datenschutzrichtlinien zum Schutz von persönlichen Informationen traten am 1.Mai 2018 in Kraft. Noch heute gibt es Shops, die sich nicht an diese Vorgaben halten. Neben dem Schutz der Kundendaten und der ausreichenden Aufklärung des Kunden zur Verwendung der Daten, liegt der häufigste Fehler im mangelhaften Impressum der Webseite und den Datenschutzrichtlinien. Hierin muss ein Datenschutzbeauftragter mit Kontaktadresse benannt sein, der sich für Vergehen in diesem Bereich verantwortlich zeigt und als Ansprechpartner für die betroffenen fungiert. Fehlende Einhaltungen führen zu zahlreichen Abmahnungen, die schon jetzt einen einzelnen kommerziellen Zweig bilden.

     

    Fehler, die Abmahnungen zur Folge haben

    Zumeist werden die Shopbetreiber belangt, da sie auf einen ausführliche Erklärung des Widerrufsrechts verzichten. Weiterhin wird nur selten der Hinweis angegeben, dass Probleme in datenschutzrechtlicher Hinsicht über eine europäische Schlichtungsstelle geklärt und gemeldet werden können.

    Viele Händler werben mit einem versicherten Versand der Ware, der auch am Endpreis merklich ist. Dies gilt als Irreführung der Kunden, da immer der Händler die Verantwortung dafür trägt, dass eine Ware unbeschadet beim Kunden ankommt.

    Auch die Werbung mit bestimmten Garantien, die gegeben werden können, aber nicht genauer erklärt werden, gelten als Verstoß. Hinzu kommt das Fehlen von Grundpreisen für eine Ware, die in Millilitern oder Gramm verkauft wird. Für den Kunden muss ersichtlich sein, wie sich der Kilopreis entwickelt, für die Ware, die er bestellt hat.

    Durch die Verwendung aktueller Rechtstexte und einer gründlichen Pflege der Webseite unter Berücksichtigung der rechtlich geltenden Vorschriften können Abmahnungen schnell vermieden werden. Sollte es dennoch zu einer Abmahnung kommen, ist es wichtig, dass auf diese reagiert wird und danach der rechtliche Beistand bei Bedarf zur Klärung hinzugezogen wird. Denn mit Ablauf der gesetzten Frist können sich Strafen schnell erhöhen und größeren Schaden für den Händler verursachen.

    Quelle: https://t3n.de/magazin/e-commerce-recht-abmahnfallen-247914/2/

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