Dropshipping - Was ist das?


Beim Dropshipping entfällt die Lagerung, sowie der Betrieb und vorherige Aufbau der Versandlogistik. Produkte werden durch den Lieferanten verpackt und direkt an den Endkunden verschickt.
Der Händler ist hier in der Rolle des Vermittlers. So fällt bei diesem Handels-Modell keine Vorfinanzierung von Produktbeständen und der Lagerung der Ware an. Kosten für den Einkauf entstehen erst, wenn die vom Kunden gewünschte Ware verschickt und durch diesen bezahlt wurde.
Dropshipping ist auch unter dem Namen Streckengeschäft oder Direkthandel seit längerem bekannt.
Dieses Handelskonzept hat in den letzten Jahren durch die Zunahme von spezialisierten Anbietern stetig an Bedeutung gewonnen.
Auch wenn das Hauptziel von Dropshipping der Verkauf von Produkten ist, kann es für Unternehmen auch vorteilhaft sein, Dropshipping für die Sammlung von Nutzerdaten zu nutzen. Insbesondere wenn ein Onlinehandel Unternehmen betrieben wird, kann es für die Geschäftsentwicklung sehr nützlich sein, mehr über die Kunden zu erfahren.
Das Wissen wer die Kunden sind, was diese kaufen, wie oft sie entsprechende Produkte kaufen und was diese in Zukunft kaufen ist für den umkämpften E-Commerce Markt von großem Vorteil. Produkte, Dienstleistungen und Werbeaktionen können so nachhaltiger und besser entwickelt werden.
Mithilfe eines ERP Warenwirtschaftssystems lassen sich Prozesse und Lieferketten automatisieren und Bestellvorgänge optimieren.

Vor dem Start eines Drop-Shipping Unternehmens sollte man sich mit folgenden acht Punkten beschäftigen.

Mit der Geschäftsidee wird der Direkthandel als gewähltes Handels-Modell ausgewählt, sowie die anzusprechende Zielgruppe definiert. Anhand dieser werden die zum Verkauf angebotenen Produkte, zu den entsprechenden Konditionen favorisiert.

Es sollte bereits ein fundamentales Marketingkonzept vorhanden sein, damit die konkreten Gründe feststehen, warum Kunden die angebotenen Produkte erwerben sollten.

In Deutschland wird zum Start eines Handelsunternehmens mindestens eine Gewerbeanmeldung benötigt. Mit Anmeldung des Einzelunternehmens wird dieses automatisch beim zuständigen Finanzamt und der Handelskammer angemeldet.
Bei zunehmendem Wachstum des E-Commerce Unternehmens kann auch die Umfirmierung in eine juristische Person (z.B. einer UG oder GmbH) empfehlenswert sein.

Beim Handels-Modell des Dropshipping stehen die angeschlossenen Lieferanten im Mittelpunkt und entscheiden maßgeblich darüber, wie erfolgreich das Geschäftsmodell verläuft.
Je nach Geschäftsmodell und der zu verkaufenden Produkte sollte man sich bei der Auswahl und Recherche viel Zeit nehmen.

Werden Produkte aus dem Zoll-Ausland bezogen, wie zum Beispiel aus China, sollte man sich als Händler im Vorfeld mit den rechtlichen Regeln und Vorschriften auseinandersetzen.

Grundlegend kann jedes beliebige Shopsystem, wie beispielsweise Shopify genutzt werden.
Für den Anfang ist es jedoch empfehlenswert, gleich eine spezielle Software zu nutzen. So fallen bei einer späteren Skalierung des Unternehmens Wartungsarbeiten, wie z.B. durch die Synchronisation von Datensätzen weg.

Mit der Geschäftsidee wurde festgelegt, welche Produkte im Mittelpunkt des Shops stehen. Im weiteren Verlauf werden nun die virtuellen Regale mit einem breiten und für den Kunden attraktiven Sortiment befüllt. Es sollte sich hierbei gedanklich in den Endkunden versetzt werden und Produkte ausgewählt werden, die zu der Zielgruppe passen

Als Händler im Zwischengeschäft wird im optimalen Fall nicht nur Geld, sondern auch viel Zeit gespart. Diese sollte zumindest teilweise in die Vermarktung der Online-Shops und deren Produkte investiert werden. Der Endkunde sollte gerade am Anfang individuell, z.B. durch Social Media betreut werden.

Nachdem der Shop eingerichtet und die Marketingkampagnen laufen, tritt die Optimierungsphase ein. Hierbei gilt es das Sortiment und den Service fortlaufend zu verbessern und zu skalieren.
Produkte werden anhand der aktuellen Trends stetig überprüft und sollten, wenn nötig, durch Bessere ausgetauscht werden.

Die prinzipiellen Ausgaben entstehen beim Einkauf der Waren, die durch die Endkunden bestellt werden.
Dies sind vor allem der Einkaufspreis der Ware, die Gebühren für das Handling und Versand durch die Lieferanten und eventuell anfallende Zollgebühren (wenn Waren aus dem EU-Ausland bezogen werden).
Darüber hinaus fallen allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten, sowie Ausgaben für Werbung und Marketing an.

Oft wird die Rechtsform des Einzelunternehmens bei der Ausübung als Dropshipping-Händlers gewählt.
Hier stellt sich grundsätzlich die Situation, dass die dahinterliegende natürliche Privatperson bei Schäden, die durch das unternehmerische Handeln entstehen, haftbar gemacht werden kann.
Häufige Ursachen dafür sind, wenn Produkte angeboten werden, die nicht für den europäischen Markt zugelassen sind.
Um hier keine Risiken einzugehen, sollten ausschließlich Produkte mit einer CE-Kennzeichnung erworben und verkauft werden.
Des Weiteren ist es unabdingbar eine gewerbliche Haftpflichtversicherung abzuschließen.

Als Händler und Unternehmen mit Sitz in Deutschland ist man grundsätzlich hierzulande steuerpflichtig. Für Einzelunternehmer spielen hauptsächlich die Umsatzsteuer und die Einkommensteuer eine Rolle.
Wenn Waren aus dem EU-Ausland eingekauft werden, fallen zusätzlich Einfuhrumsatzsteuer und auch Zollgebühren, je nach Einfuhrland, an.


Drop-Shipping hat gegenüber anderen E-Commerce-Modellen mehrere Vorteile. Es kann aufgrund geringerer Gemeinkosten kostengünstiger und aufgrund der kürzeren Zeit zwischen dem Kauf und der Erfüllung einer Bestellung effizienter sein.
Dies ermöglicht es Unternehmern auch, einen Online-Shop zu erstellen, ohne Geld für die Pflege des physischen Inventars oder die Vorlaufkosten auszugeben, die mit der Einrichtung eines Online-Shops verbunden sind.

Auf der anderen Seite werden durch die Lieferanten schlechtere Konditionen vergeben, da immer nur einzelne Produkte abgenommen werden. Dadurch fallen Mengenrabatte weg.
Des Weiteren ist kaum eine Kontrolle über die Produktqualität vorhanden, da die Produkte direkt vom Lieferanten an den Endkunden versandt werden.
Da die Lieferanten oft im europäischen Ausland sitzen, hat man außerdem oft keinen direkten Einfluss auf die Lieferzeit.
Die Abwicklung von Retouren können gerade am Anfang eine gewisse Herausforderung mit sich bringen.

Es gibt verschiedene Arten von Dropshipping-Dienstleistern auf dem Markt. Die Besten bieten ihre Dienste zu einem vernünftigen Preis an und bieten auch einen guten Kundensupport.
Ein guter Dropshipping-Dienstleister bietet Ihnen ein einfach zu bedienendes und intuitives Bestellsystem sowie eine Berichtsfunktion, mit der Sie die Bestellungen und Ihren Bestand verfolgen können.
Die Einbindung in die eigene Software sollte unkompliziert und automatisiert per Schnittstelle erfolgen können.

Das Streckengeschäft ist eine der besten Möglichkeiten für kleine und mittelständische Unternehmen, Produkte schnell und einfach im Internet zu verkaufen. Eine Dropshipping-Software ist hierbei für die Verwaltung und den Aufbau unersetzlich.
Dabei werden Aspekte der Lieferkette von der Beschaffung von Produkten, über die Verwaltung von Lagerbeständen, bis hin zu Versand und Logistik automatisiert. Die Dropshipping-Software kann hier ebenfalls für Buchhaltungszwecke oder der Lohnabrechnungen verwenden werden.
Bestellungen können von einem externen Server importiert und anhand von Tracking-Nummern, Lagerwerte und mehr verfolgt werden. Dadurch ist genau nachvollziehbar, welche Artikel für welchen Bestand verantwortlich sind.
Mit der Möglichkeit der Synchronisation von Beständen von einem ERP System in eine Warenwirtschaftssoftware lassen sich Lieferprozesse besser planen.
Auch bei einem Wechsel des Shopsystems gehen mit der Einbindung und Synchronisation keine Versandlisten verloren. Die Bestände können so direkt wieder importiert werden.

Mit der App Dropshipper können manuell oder voll-automatisiert große Datensätze von Lieferanten importiert und synchronisiert werden. Die Daten werden als CSV und XML-Datei zur Verfügung gestellt, wobei der Austausch über einen FTP-Server erfolgt.
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